In Sri Lanka gibt es tatsächlich eine kleine Bevölkerungsgruppe, die oft als «Gypsies» bezeichnet wird. Der korrekte und respektvollere Begriff ist jedoch «Ahikuntika» oder «Kuravar»
Die Ahikuntika sind eine kleine, traditionell wandernde Gemeinschaft in Sri Lanka. Man geht davon aus, dass ihre Vorfahren ursprünglich aus Indien stammen und vor mehreren Jahrhunderten nach Sri Lanka kamen. Ihre Sprache ist ein eigener Dialekt – eine Mischung aus Tamil und Singhalesisch.
Auch in Sri Lanka wurden sie – ähnlich wie in der Schweiz während der Jahre 1926 bis 1973 im Rahmen des Projekts «Kinder der Landstrasse» – von staatlicher Seite zur Sesshaftigkeit gezwungen und systematisch verfolgt. Heute gibt es nur noch sehr wenige Ahikuntika. Sie leben verstreut über das ganze Land, vor allem im Distrikt Batticaloa.
Wir haben heute eines der letzten Dörfer besucht, in denen Angehörige dieser Gemeinschaft noch leben.
Das Hinterland von Batticaloa ist sehr arm. Die meisten Menschen leben in einfachen Blechhütten und bestreiten ihren Lebensunterhalt mit etwas Viehzucht und Reisanbau.