Auch in diesem Jahr trafen wir uns mit allen Volunteers, um Erfahrungen auszutauschen und aktuelle Herausforderungen zu besprechen.
Ein zentrales Thema war der oft lange und beschwerliche Weg zu den Schulen und Teeplantagen. Der Transport von Beamer, Laptop und Informationsmaterial ist teilweise sehr aufwendig. Wir haben deshalb vereinbart, dass die Volunteers bei der Terminvereinbarung mit Schulen und Plantagen aktiv Unterstützung für den Transport anfordern.
Da die Anreise zu manchen Einsatzorten bis zu zweieinhalb Stunden dauert, werden die Aufklärungsveranstaltungen in grösseren Städten künftig gebündelt durchgeführt. Die Volunteers können ihre Kurse an drei aufeinanderfolgenden Tagen anbieten und bei Bedarf vor Ort übernachten.
Erfreulich ist, dass Cyril das Projekt auf den Distrikt Nuwara Eliya ausgeweitet hat. Dafür wurden zwei zusätzliche Mitarbeiterinnen eingestellt, die direkt in der Region wohnen und die Arbeit vor Ort unterstützen.
Gemeinsam diskutierten wir zudem die Weiterentwicklung des Programms. Künftig sollen die Themen Kinderrechte und Frauenrechte stärker integriert werden. Dafür werden unsere Volunteers entsprechend weitergebildet.
Besonders berührend waren die Besuche bei Frauengruppen, die aus dem Projekt «Tabuthema Menstruation» entstanden sind. Die Teilnehmerinnen berichteten, wie sehr sich ihr Wissen und ihr Selbstbewusstsein verändert haben. Sie sind überzeugt, dass dadurch die Zukunft vieler Mädchen und Frauen nachhaltig verbessert wird.
Herausforderung Umwelt
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Die Regierung hat zwar für ein Jahr kostenlose Monatsbinden für alle Mädchen zur Verfügung gestellt, jedoch die Entsorgung nicht ausreichend berücksichtigt. In den Bergregionen Sri Lankas gibt es kaum organisierte Abfallentsorgung. Der Abfall wird meist verbrannt oder vergraben – beides belastet die Umwelt.
Deshalb informieren wir weiterhin über die Vorteile von wiederverwendbaren Stoffbinden. Sie vermeiden unnötigen Abfall und leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz.